
Sogenante bauschädliche Salze sind, gerade bei älteren und histrorischen Gebäuden, eine wesentliche Ursache für Schäden.
Salze werden häufig durch die Umgebung in das Mauerwerk eingebracht werden (Stichwort: aufsteigende Feuchte), können jedoch bereits im Baustoff enthalten sein oder durch Luftschadstoffe erst im Baustoff gebildet werden.
Eine wichtige
Ursache für Salze ist auch in der (ehemaligen) Nutzung des
Gebäudes zu suchen. In früheren Zeiten waren die
hygienischen Verhältnisse völig verschieden von den
jetzigen. Auch war die Haltung von Tieren auch im städtischen
Bereich üblich, so dass durch die Umwandlung dieser Exkremente
durch nitrifizierende Bakterien das Mauerwerk einer starken
Nitratbelastung ausgesetzt war.
Sulfate können durch Umwandlung von kalkhaltigen Baustoffen
durch schwefeldioxidhaltige Gase (Stichwort: saurer Regen) entstanden
sein. Die SO2-Belastung der Luft ist in den
letzten Jahrzehnten durch entsprechende
Abgasreinigungsmaßnahmen stark
zurückgegangen, vor dieser Zeit ist die Luftbelastung durch
die industrielle Revolution jedoch kontinuierlich angestiegen.
Chloridbelastetes Mauerwerk findet man vor allen an Straßen,
an denen im Winter Tausalze eingesetzt werden. Aus diesem Grund stellen
Chloride gerade an Verkehrsbauwerken aus Stahlbeton das
größte Problem dar.
Abgesehen vom Stahlbeton, bei dem die Schadenswirkung des
Chlorid auf einer Depassiverung des Bewehrungseisens beruht, ist die
Schadenswirkung von Salzen in erster Linie auf den
Kirstallisationsdruck der Salze beim Auskristallisieren im Porenraum
zurückzuführen. Bei der Kristallisation der Salze im
Porenraum des Baustoffs könne so große
Drücke entstehen, das das Baustoffgefüge
zerstört wird. Eine besonders große
Schädigung ist zu erwarten, wenn durch entsprechende
hygrothermische Verhältnisse Salze aufgrund ihrer
hygroskopischen Eigenschaften periodisch gelöst werden und
dann wieder auskristallisieren, oder durch Wasseraufnahme ihr Volumen ändern.
Die Schadenswirkung der einzelnen Salze ist dabei wesentlich von ihrer
Löslichkeit und ihrem hygroskopischen Verhalten
abhängig. Bei Salzgemischen können die
Löslichkeit und das hygroskopische Verhalten von denen der
Einzelsalze stark voneinander abweichen.
Salze im Mauerwerk sind aufgrund ihrer hygroskopischen Eigenschaften
oft auch für das feuchte Aussehen von Mauerwerk
verantwortlich, ohne dass es sich dabei um aufsteigende Feuchte handeln
muss.
Es werden folgende Untersuchungsmöglichkeiten angeboten: