
Viele Bauschäden werden durch Wasser verursacht. Die Ursache, bzw. die Herkunft des Wassers sorgt dabei häufig für Unklarheiten. Mit Hilfe innovativer Messmethoden ist es jedoch möglich die Herkunft und teilweise sogar den Zeitpunkt des Schadenseintritt zu bestimmen.
Herkunft des
Wassers und Zeitpunkt des Wassereintritts
Mit Hilfe von Isotopenmethoden lässt sich die Herkunft des
Wassers und teilweise auch der Zeitpunkt des Schadenseintritt bestimmen.
Leitungs- und Grundwässer haben, da es sich um geologisch
"alte" Wässer handelt, eine typisches Verhältnis der
Isotope 2H/1H und 18O/16O. Das Isotopenverhältnis von
Niederschlagswasser ist jedoch abhängig von den klimatischen
Bedingungen vor Ort. Je nach Isotopenverhältnis lässt
sich der Niederschlag einer bestimmten Jahreszeit (Temperatur)
zuordnen. Unter günstigen Umständen ist
es sogar möglich den wassereinbruch einem bestimmten
Niederschlagsereignis zuzuordnen.
Des weiteren ist es mit dieser Methode möglich festzustellen,
ob es sich bei diesem wasser um Kondesnwasser handelt oder um Wasser
welches eine Verdunstung erfahren hat.
Die Isotopenanalyse und Auswertung erfolgt dabei durch unseren Partner Prof.
Peter Horn von der Ludwig
Maximilians Universität München.
Folgende Fragestellungen können mit dieser Methode geklärt werden:
Lokalisierung
von eindringenden Wasser
Bei der Lokalisierung von eindringenden Wasser können
verschiedene Methoden angewendet werden:
Bei der Messung der Feuchteverteilung im Baustoff wird davon
ausgegangen, dass sich das Leck im Bereichd er stärksten
Durchfeuchtung befindet.
Bei der Leckageortung wird dem Wasser ein Farbstoff zugesetzt
(ähnlich der Quellenmarkierung in der Hydrologie) und dieses
gefärbte Wasser lokal begrenzt dem Bauteil
zugeführt.
Ähnlich funktioniert die Tracermethode, bei der
wasserlösliche Salze seltener Element an den vermuteten
Leckagestellen ausgebracht werden und nach ausgiebeigen
wässern bzw. Niederschlägen wird die
Elementkonzentration dieser Element im eingedrungenen wasser bestimmt.